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Humane Papillomaviren

HPV gilt als Auslöser verschiedener Krebsarten. © quantic69 / iStock / Getty Images Plus

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Vorsorge stärken: Frühe HPV-Impfung senkt Krebsrisiko wirksam

Anlässlich des Welt-HPV-Tages am 4. März ruft das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Eltern dazu auf, ihre Kinder gegen HPV impfen zu lassen. Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten verursachen. Eine Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren ist der beste Schutz vor den HPV-Typen, die am häufigsten zu Krebs führen. Bislang ist die Impfquote in Deutschland jedoch zu niedrig. Das BIÖG informiert, wie Eltern mit dieser einfachen Vorsorgemaßnahme zum Schutz ihrer Kinder beitragen können.

In Deutschland stecken sich acht von zehn Menschen mindestens einmal in ihrem Leben mit Humanen Papillomviren (HPV) an. Obwohl die Infektion meist unbemerkt bleibt und oft von selbst abheilt, kann sie schwerwiegende Langzeitfolgen nach sich ziehen. So erkranken jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen an Krebs infolge einer HPV-Infektion, schätzt das Robert Koch-Institut.

Dabei ließe sich in Zukunft ein Großteil dieser Erkrankungen vermeiden. Eine Impfung im Kindes- und Jugendalter kann eine spätere Infektion mit den HPV-Typen verhindern, die am häufigsten zu Krebs führen. Anlässlich des Welt HPV Tages am 4. März weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf die Bedeutung der frühen Impfung hin.

Übertragung und Krebsfolgen von HPV

HPV gilt als Auslöser verschiedener Krebsarten. Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch das Virus betrifft auch andere Bereiche des Körpers. Die Viren können Tumore im Mund- und Rachenraum sowie im Analbereich oder an den Genitalien verursachen. Deshalb ist die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig. Sie können sich ebenfalls mit HPV anstecken und an HPV-bedingten Krebsarten erkranken.

Weitergegeben werden die Humanen Papillomviren meist von Mensch zu Mensch über winzige Haut- oder Schleimhautrisse, über die die Viren in den Körper eindringen können. Oft bleibt die Infektion jahrelang unbemerkt, da sie weder Schmerzen noch Symptome verursacht – bis sich erst Jahrzehnte später krankhafte Zellveränderungen zeigen können.

Impfschutz im Jugendalter stärken

Ein wirksamer Schutzschild ist eine frühe Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren. Trotz der klaren Studienlage ist die Impfquote in Deutschland noch niedrig: Laut Robert Koch-Institut hatten im Jahr 2024 nur gut die Hälfte der fünfzehnjährigen Mädchen (55 %) und gut ein Drittel der fünfzehnjährigen Jungen (36 %) einen vollständigen Impfschutz.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten. Die HPV-Impfung ist eine dieser sicheren Vorsorgemaßnahmen, die nachweislich vor Krebs schützen. Wer seine Kinder zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit. Denn manchmal braucht es nur wenig, um eine große Gefahr zu bannen.“

Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit


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