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Strahlenwirkung auf Leukämie

Ein Forschungsprojekt untersucht den Einfluss von sehr niedrig dosierter Strahlung auf die Leukämieentwicklung im gesunden Organismus. © Motortion / iStock / Getty Images Plus

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Niedrigdosis: Strahlenwirkung auf Leukämie

Leukämien im Kindesalter entstehen durch das komplexe Wechselspiel von genetischer Veranlagung (Prädisposition) und Umweltfaktoren. Eine deutsche Studie hat ergeben, dass es eine Korrelation zwischen der Nähe des Wohnortes der an Leukämie erkrankten Kinder zu einem Atomkraftwerk geben kann.

Eine mechanistische, wissenschaftlich tragfähige Hypothese, die diese epidemiologischen Daten erklären hilft, fehlt bisher. Ein deutsch/spanisches Forschungsprojekt an der Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf untersucht nun den Einfluss von sehr niedrig dosierter Strahlung auf die Leukämieentwicklung im gesunden, allerdings mit einer genetischen Leukämieprädisposition vorbelastetem Organismus.

In einem neuen gentechnisch hergestellten Tiermodell, das bereits die häufigste genetische Prädisposition für eine Leukämie im Kindesalter vorweist, soll der Effekt von Niedrigdosis-Strahlung auf diese Tiere überprüft werden. Das Projekt wird gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Isidro Sánchez García vom Krebsforschungsinstitut der Universität in Salamanca (CSIC/University of Salamanca), Spanien, und Prof. Julia Hauer von der Technischen Universität Dresden in der Düsseldorfer Arbeitsgruppe von Dr. Ute Fischer durchgeführt.

In der Düsseldorfer Arbeitsgruppe hat Dr. Daniel Hein in seinen Forschungsarbeiten der letzten Jahre insbesondere einen sensitiven Nachweis von Vorläuferzellen der Leukämie im Nabelschnurblut gesunder Neugeborener entwickelt. Diese Methodik kommt jetzt in weiteren prospektiven Studien zur Anwendung.

Zielsetzung

Das Ziel der Forschungsprojekte ist es, den Einfluss von sehr niedrig dosierter Strahlung auf die Leukämieentwicklung im gesunden Organismus vor dem Hintergrund der genetischen Prädisposition zu verstehen. Hiermit soll die Grundlage zur Abschätzung des Strahlenrisikos auch bei diagnostischen Maßnahmen wie der Computertomografie oder von Röntgenaufnahmen verbessert werden. 

Das Bundesamt für Strahlenschutz untersteht organisatorisch dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und wurde im Zuge der Tschernobyl-Katastrophe 1986 gegründet. Es bündelt die Kompetenzen und Forschungen zu den biologischen Effekten von ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung.

Die beteiligten Wissenschaftler unter der Federführung des Direktors der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinischer Immunologie, Prof. Dr. Arndt Borkhardt, arbeiten seit mehr als zwölf Jahren mit der Behörde zusammen, was sich in einer Vielzahl von gemeinsamen wissenschaftlichen Publikationen zur Entstehung der häufigsten Leukämie des Kindesalters, der akuten lymphatischen Leukämie, niedergeschlagen hat.

Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Weitere Information: Prof. Dr. Arndt Borkhardt, Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie, Tel.: 0211 / 81-17680, E-Mail: arndt.borkhardt@med.uni-duesseldorf.de 


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