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3D-Illustration des Affenpocken-Virus (Mpox).

Mpox wird vor allem durch engen Kontakt, Hautverletzungen, Schleimhäute oder infizierte Tiere übertragen. © Gilnature / iStock / Getty Images Plus

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Prävention: Mpox Übertragungswege und Schutzmaßnahmen

Mpox-Viren treten seit einigen Jahren auch in Europa immer wieder auf. Die internationale Aufmerksamkeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie des European Centre for Disease Prevention und Control (ECDC) gilt dabei nicht nur der Ausbreitung, sondern auch der Übertragungswege und möglichen Schutzmaßnahmen. Darum geht es in diesem Teil zu den Mpox-Viren.

Nach derzeitigem Wissensstand ist ein enger körperlicher Kontakt mit Austausch von Körperflüssigkeiten notwendig, um das Virus zu übertragen. Auch der Kontakt mit Hautveränderungen wie flüssigkeitsgefüllte Bläschen und Schorf bei Infizierten kann zur Übertragung der Viren führen.

Über kleinste Hautverletzungen sowie alle Schleimhäute und möglicherweise auch die Atemwege gelangen die Viren in den Körper. Tröpfcheninfektionen sind bei engem Kontakt ebenfalls möglich. In den ursprünglichen Verbreitungsgebieten auf dem afrikanischen Kontinent kann zudem eine Übertragung von infizierten Tieren auf den Menschen erfolgen.

Ansteckungsgefahr

Infizierte sind ansteckend, solange sie Symptome haben, dies sind meist zwei bis vier Wochen. Erste Ansteckungen können jedoch schon in der Phase unspezifischer Beschwerden wie Fieber oder Gliederschmerzen erfolgen. Hinweise deuten darauf hin, dass das Virus in Samenflüssigkeit auch nach Abklingen der Symptome länger infektiös bleibt.

Textilien, welche von den Infizierten genutzt wurden, können ebenfalls eine Übertragung unterstützen. Bei Verdacht auf eine Mpox-Infektion empfiehlt sich eine sofortige Isolierung. Bei unbestätigtem Verdacht oder wenn die Krankheitssymptome abgeklungen und die Läsionen verheilt sind, kann die Isolation beendet werden.

Gruppen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko sind Angehörige des Gesundheitswesens, Haushaltsmitglieder einer infizierten Person oder Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern, vor allem Männer. Für diese empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung mit dem zugelassenen Impfstoff Imvanex®.

Impfempfehlung

Menschen ohne vorherige Pockenschutzimpfung benötigen für eine vollständige Grundimmunisierung zwei Dosen, die im Abstand von mindestens vier Wochen verabreicht werden. Wer bereits früher eine Pockenimpfung erhalten hat, braucht dagegen nur eine einzelne Dosis.

Wird die erste Impfung mit Jynneos® begonnen, kann die Serie mit Imvanex® abgeschlossen werden. Für Personen mit geschwächtem Immunsystem empfiehlt die STIKO, auch nach einer früheren Pockenimpfung zwei Auffrischungsdosen zu verabreichen.

Wie erfolgt die Behandlung?

Eine spezifische Therapie existiert nicht, hauptsächlich werden die Symptome wie Fieber und Schmerzen bei einer Infektion gelindert. Bei Personen mit einer erheblichen Immunschwäche kann die Verabreichung antiviraler Medikamente in Betracht gezogen werden.

Jeder, der Symptome zeigt, die auf Mpox hindeuten, sollte engen körperlichen Kontakt vermeiden, auf gute Hygiene achten und sofort medizinischen Rat einholen. Dies gilt vor allem für Personen, die im gleichen Haushalt wie die Infizierten leben. Geschirr und Textilien sollten ebenfalls nicht gemeinsam genutzt werden.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) oder einer FFP2-Maske kann ebenfalls verhindern, dass das Virus über Mund und Nase aufgenommen wird. Eine regelmäßige Desinfektion der Türklinken und Toilettensitze ist angeraten.

Empfohlene Maßnahmen

Auch wenn das Risiko als gering eingestuft wird, werden Maßnahmen empfohlen, damit es auch so bleibt. Reisende und Gesundheitspersonal sollen für diese Erkrankung sensibilisiert werden. Es besteht eine konsequente Kontaktnachverfolgung bei Infektionen sowie eine Isolierung von Erkrankten, bis die Symptome abgeklungen sind.

Für Hochrisikogruppen und exponiertes Gesundheitspersonal wird eine Impfung empfohlen. Aufklärungsarbeit, insbesondere in den betroffenen Risikogruppen, gilt als zentral, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Heike Lachnit


Quellen


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