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Rückkehr zum Schulalltag – Teil 2

In unserer Interview-Reihe sprechen wir mit MTA-Schulen über die Herausforderungen während der Coronakrise. © Valakhanovich / iStock / Getty Images Plus

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MTA in Ausbildung: Rückkehr zum Schulalltag – Teil 2

MTA – Das Portal hat mit Dr. Kathleen Hubert, Fachbereichsleiterin MTA an der Medizinischen Berufsfachschule am Universitätsklinikum Leipzig über die siebenwöchige Schulschließung und die zum Teil erfolgte Wiedereröffnung gesprochen.

Wie hat Ihre Schule die siebenwöchige Schulschließung von Mitte März bis Anfang Mai überbrückt?

Das dritte Ausbildungsjahr des Fachbereiches MTLA wurde im Hinblick auf die anstehenden Prüfungen per Homeschooling betreut. Das erste und zweite Ausbildungsjahr wurde sofort nach Schulschließung in der Praxis bzw. am Uniklinikum Leipzig im Rahmen des Notfallplans mit eingesetzt, um zum Beispiel im Routinelabor oder im virologischen Labor die MTAs zu unterstützen.

Bei unseren MTRA-Schülern blieb der reguläre Wechsel zwischen Theorie-Homeschooling und Praxiseinsatz für alle drei Ausbildungsjahre bestehen. Für unsere Lehrer war und ist es eine Herausforderung, die Unterrichtsinhalte digital zu vermitteln. Denn dies bedeutet einen hohen Zeitaufwand bei zum Teil gleichzeitiger Betreuung der eigenen Kinder.

Seit Anfang Mai hat Ihre Schule die Pforten für das dritte Ausbildungsjahr wieder geöffnet. Wie sieht der Unterricht aktuell aus?

Die Hygieneregeln und Abstandsvorschriften können nur in Kleinstgruppen gut umgesetzt werden. Dieses erfordert einen hohen Zeit- und Personalaufwand. Im Moment ist noch keine Staffelung des Unterrichts möglich, da die Kapazitäten durch die Beschulung des dritten Ausbildungsjahres begrenzt sind. In Planung ist die tageweise wechselnde Beschulung der anderen Ausbildungsjahrgänge.

Wie fangen Sie die Zeit der Schulschließung auf, was sind hier die besonderen Herausforderungen?

Wir sind sehr engagiert, den Unterricht digital und variantenreich mit Hilfe der Lernplattformen zu realisieren und die Ergebnisse mit Videokonferenzen zu sichern. Zudem regen wir die Schüler zu gemeinsamen Gruppenarbeiten an. Die leistungsschwächeren Schüler sind dadurch mehr gefordert. Auch Klassenarbeiten werden so geschrieben und zeigen in Ihrem Ergebnis in etwa die gleiche Leistungsverteilung wie im realen Schulunterricht.

Der fachpraktische Unterricht ist nur zu einem geringen Teil im Homeschooling realisierbar. Deshalb muss für die laufenden Ausbildungsjahre umgeplant werden. Und es sind zum einen nur bestimmte Inhalte vermittelbar, zum anderen fehlt die Nähe zum Schüler. Motivation und Unterstützung kann, in dem Moment in dem sie gebraucht wird, nicht gegeben werden.

Was war und ist die größte Schwierigkeit in dieser Situation für Sie und Ihre Schüler und worauf haben Sie sich nach der Schulöffnung am meisten gefreut?

Für uns Kollegen war die größte Herausforderung, sich schnellstmöglich in die digitalen Medien einzuarbeiten und auf diesen Wegen, den Schülerinnen und Schülern den Unterrichtsstoff zu vermitteln. Für die Schüler war die Ungewissheit wie es weitergeht und die Frage, wann sie wieder in die Schule dürfen, sehr belastend. Und dieser Zustand dauert ja noch an. Nach der teilweise erfolgten Öffnung, haben wir uns alle – Lehrer und Schüler – aufeinander gefreut. Um wieder etwas Normalität in Sachen Schule leben zu können, face-to-face Dinge zu besprechen und miteinander lernen zu können.

 Das Interview für MTA – Das Portal führte Anne Bilke.


Teil 3 unserer Interviewreihe finden Sie hier.

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