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Vermeidung zunehmender Antibiotikaresistenz

Chlamydien-infiziertes Eileitergewebe unter dem Mikroskop, rechts Einschlüsse von Chlamydien durch Pfeile gekennzeichnet. © Universität zu Lübeck

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Urogenitale Infektionen: Vermeidung zunehmender Antibiotikaresistenz

Urogenitale Infektionen stellen eine vielschichtige Volkskrankheit dar und sind für eine Mehrheit der Antibiotikaverordnungen verantwortlich. Dadurch treiben urogenitale Infektionen die Antibiotikaresistenz voran. Dr. rer. nat. Inga Kaufhold, Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, hat eine Forschungsförderung im Rahmen der Nachwuchsakademie „Antibiotikaresistenz bei urogenitalen Infektionen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten.

© Universität zu LübeckDr. Inga Kaufhold © Universität zu Lübeck

Dr. Inga Kaufhold untersucht in ihrem Projekt die Wirksamkeit von Antibiotika bei urogenitalen Infektionen mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis in Abhängigkeit vom umgebenden Milieu, unter anderem von den weiteren besiedelnden Mikroorganismen (Mikrobiom) und von der Sauerstoffverfügbarkeit.

Infektionen mit Chlamydien stellen die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung im Urogenitaltrakt der Frau dar. Sie können unbehandelt zur Unfruchtbarkeit und ungewollter Kinderlosigkeit führen. Die Infektion wird üblicher Weise mit Antibiotika erfolgreich behandelt.

Dr. Kaufhold hat 2012 bei Prof. Dr. Jan Rupp, dem Direktor der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie, zum Thema „Modulation der Interferon-Gamma vermittelten Persistenz von Chlamydia pneumoniae durch Hypoxie“ promoviert. An der Universität zu Lübeck ist sie bereits intern im Rahmen des Paketantrages „Mitochondriale Dysfunktion im Rahmen komplexer Erkrankungen“ gefördert worden.

Strategien entwickeln

Die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Dr. Kaufhold umfasst ihre Personalstelle und Sachmittel für ein Jahr. Die Nachwuchsakademie „Antibiotikaresistenz bei urogenitalen Infektionen“ (NAUGI) ist von der DFG im März 2015 mit dem Ziel eingerichtet worden, Strategien im Bereich der Prävention, Therapie und Prophylaxe urogenitaler Infektionen zu entwickeln, die eine weitere Steigerung der Antibiotikaresistenz in diesem Bereich verhindern.

Mit dem Förderinstrument der Nachwuchsakademien bereitet die DFG Nachwuchswissenschaftler auf die eigenständige Durchführung von Forschungsprojekten vor und führt sie an die erste eigene Projektleitung und Drittmitteleinwerbung heran.

Bei Workshoptreffen im Rahmen der Nachwuchsakademie findet unter Beteiligung nationaler und internationaler Experten ein fächerübergreifender wissenschaftlicher Austausch zu dem bearbeiteten Themenbereich statt.

Dr. Kaufhold hat ihr Forschungsprojekt beim ersten Workshop der Nachwuchsakademie „Antibiotikaresistenz bei urogenitalen Infektionen“ vom 7. – 11. Mai 2015 an der Justus-Liebig-Universität Gießen vorgestellt und jetzt die DFG-Förderung erfolgreich eingeworben.

QuelleUniversität zu Lübeck

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