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Forschung gegen Fusarium

Fusarium auf Ähre: meistens Ernte- und Qualitätsverluste. © Universität Hohenheim/Thomas Miedaner

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Pilzresistente Weizensorten: Forschung gegen Fusarium

Der Getreidepilz Fusarium belastet Weizen mit giftigen Stoffwechselprodukten (Mykotoxinen), die der Gesundheit schaden. Wissenschaftler der Universität Hohenheim wollen diese Pilzrückstände reduzieren und arbeiten an neuen Verfahren zur Züchtung pilzresistenter Getreidesorten. Gefördert wird das internationale Projekt vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF).

Die Pilzgattung Fusarium umfasst über 150 verschiedene Arten. Die Pilze hinterlassen in den Ähren von Getreide Stoffwechselprodukte, die auf Menschen und Tiere eine giftige Wirkung haben und deshalb auch als Mykotoxine bezeichnet werden. Mykotoxine können sich bereits auf dem Feld, aber auch bei der Lagerung oder Weiterverarbeitung im Getreide bilden. Folgen einer Mykotoxin-Aufnahme sind etwa Schädigungen der Organe oder Krebs.

Mykotoxine im Weizen können in einer höheren Dosierung zu einem geschwächten Immunsystem führen und die Fruchtbarkeit verringern. Gleichzeitig reduzieren sie auch den Ernteertrag von Weizen.

„Wir wollen durch eine Analyse des gesamten Weizengenoms die Regionen für die Resistenz gegen Fusarium dingfest machen“, sagt Prof. Dr. Miedaner von der Universität Hohenheim laut einer Medienmitteilung zur neuen Forschungsarbeit. Die Wissenschaftler wollen in einem ersten Schritt die Bereiche im Weizengenom erkennen, die für die Fusarienresistenz verantwortlich sind. Dazu wolle man rund 1200 Weizensorten auf ihre Resistenz im Feldversuch und ihr Genom analysieren, so Miedaner. „Wenn wir dabei Zusammenhänge finden, können wir resistente Pflanzen bereits im Labor anhand ihrer DNS erkennen.“

Die sogenannte „genomischen Selektion“ könnte zukünftig dafür sorgen, dass effektiver resistente Weizensorten gezüchtet werden. Davon profitiert am Ende nicht nur die Bevölkerung, die sichere Lebensmittel erhält, sondern auch die Nutztiere, denn rund die Hälfte des deutschen Weizens landet im Futtertrog.

Quelle: Universität Hohenheim


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